Argentinien Geschichte und Gesellschaft
Präkolumbianische Zeit und Kolonialzeit
Vor dem Eintreffen der Spanier lebten in Argentinien verschiedene indianische Nomadenvölker, wie die Yámana, Querandi und Guaraní. Die Spanier kamen 1536 auf der Suche nach Gold und Silber mit den Querandi-Indianern in Berührung. Sie vertrieben die Spanier, die sich in das heutige Paraguay zurückziehen mussten. Die Spanier kehrten 1580 zurück und gründeten Buenos Aires.
Vor dem Eintreffen der Spanier lebten in Argentinien verschiedene indianische Nomadenvölker, wie die Yámana, Querandi und Guaraní. Die Spanier kamen 1536 auf der Suche nach Gold und Silber mit den Querandi-Indianern in Berührung. Sie vertrieben die Spanier, die sich in das heutige Paraguay zurückziehen mussten. Die Spanier kehrten 1580 zurück und gründeten Buenos Aires.
Unabhängigkeit
Buenos Aires wurde zur Hauptstadt des neugegründeten Vizekönigreichs Río de la Plata. Die Spanier kontrollierten das Gebiet, aber ihre Handelsbeschränkungen führten zu Revolten und 1816 schließlich zur Unabhängigkeit.
Es folgten heftige Auseinandersetzungen innerhalb des Landes. Argentinien zerfiel in zwei Lager: den Einwohnern von Buenos Aires (Unitaristen) und der Landbevölkerung (Föderalisten). Ein Bürgerkrieg brach aus und die blutigen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Parteien brachten das Land an den Rand des Zusammenbruchs.
1829 kam Juan Manuel de Rosas an die Macht, der das Land wieder stabilisieren konnte. Obwohl Föderalist, installierte er seine eigenen unitaristischen Prinzipien und konzentrierte die Macht auf Buenos Aires. De Rosas stellte eine große Armee auf, erschuf die Mazorca (eine grausame Geheimpolizei) und führte die Folter ein. Rosas wurde 1852 gestürzt.
Das moderne Argentinien
Die neuen Gesetze der unitaristischen Regierung öffneten das Land für ausländische Investoren, Handel und Immigration. Europäische Einwanderer entwickelten Handel und Handwerk. Der Wohlstand hielt Einzug und Argentinien zählte nun zu den reichsten Ländern der Welt.
Ein Großteil des Vermögens konzentrierte sich jedoch auf relativ wenige Landbesitzer und die städtische Oberschicht. Die Lücke zwischen Arm und Reich klaffte immer weiter auseinander. Eine starke Landflucht von armen Bauern, die in die Großstädte strömten, verschlimmerte die Situation. 1946 kam Juan Domingo Perón an die Macht und nahm den Kampf gegen die soziale Krise auf. Er wurde verehrt und zugleich gehasst. Perón missbrauchte seine Macht und wurde nach einem Putsch 1955 gestürzt. Er kehrte 1973 wieder an die Macht zurück, starb aber bereits ein Jahr später. Argentinien versank abermals in Chaos und Regierungsintrigen und 1976 ergriff das Militär erneut die Macht.
Es folgte eine Zeit des Terrors und der Brutalität, was beschönigend Prozess der Nationalen Reorganisation (oder El Processo) bezeichnet wurde, in Wirklichkeit aber eine Orgie staatlich unterstützter Gewalt und Anarchie war und durch die Verfolgung Andersdenkender, ob revolutionäre Guerillas oder einfache Bürger, gekennzeichnet war.
Vor dem Hintergrund einer stagnierenden Wirtschaft und allgemeiner Unzufriedenheit begann 1981 unter General Roberto Viola die Invasion der Falklandinseln (Islas Malvinas), um den Unmut des Volkes zu dämpfen. Britische Truppen eroberten die Inseln aber bereits nach 74 Tagen wieder zurück.
In den nachfolgenden Jahren bemühten sich die Regierungen, die vergangenen Probleme zu überwinden und vor allem nach den wirtschaftlichen Schwierigkeiten 2001 für ein stabiles Wirtschaftswachstum zu sorgen.
Gesellschaft und Kultur
Die Kultur Argentiniens hat ihre Wurzeln vor allem in Europa, was sich in der Architektur, Musik, Literatur und der Lebensart widerspiegelt. Festivals, Theateraufführungen und Konzerte gibt es das ganze Jahr. Allein in Buenos Aires gibt es über 100 Kinos und 90 Theater. Malerei und Bildhauerei spielen ebenfalls eine große Rolle und können in den zahlreichen Galerien der Großstädte bewundert werden. Argentinien das Geburtsland des weltberühmten Tangos, der vor allem in Buenos Aires zu Hause ist. Der Stil und Rhythmus ist von Region zu Region verschieden.
Zu den kulinarischen Spezialitäten Argentiniens zählen Asado (gegrilltes Rindfleisch), Empanadas (gefüllte Teigtaschen), Tamales (gefüllte Maisblätter), Humita (ein Brei aus Polenta, Paprika und Tomaten, der in Maisblätter eingewickelt und so gedämpft wird) und Locro (Maiseintopf mit zahlreichen Zutaten). Natürlich hatten auch die zahlreichen Einwanderer im Laufe der Jahre Einfluss auf die argentinische Küche und man findet heute u. a. europäische, asiatische und arabische Küche. Eine ganz besondere Rolle spielt aber Rindfleisch und Wein, der in Argentinien angebaut wird.
Religion
Als offizielle Religion gilt die römisch-katholische Religion, aber in Argentinien herrscht absolute Religionsfreiheit. Praktiziert werden auch der Protestantismus, der Judaismus, der Islam, der griechisch-orthodoxe und russisch-orthodoxe sowie andere Glauben.
Das Kleingedruckte
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