Die Geschichte & Gesellschaft von Neuseeland

Neuseeland ist das jüngste Land der Erde – die letzte große Landmasse, die es zu entdecken gab. Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – verfügt es über eine reichhaltige Geschichte, die europäisches mit Maori-Erbe vereint. Die ersten Siedler waren Maori, die das neue Land, nachdem sie vor etwa 1000 Jahren aus Polynesien einwanderten, Aotearoa oder 'Land der langen weißen Wolke' nannten.


Geschichte


Neuseeland ist das jüngste Land der Erde – die letzte große Landmasse, die es zu entdecken gab. Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – verfügt es über eine reichhaltige Geschichte, die europäisches mit Maori-Erbe vereint. Die ersten Siedler waren Maori, die das neue Land, nachdem sie vor etwa 1000 Jahren aus Polynesien einwanderten, Aotearoa oder „Land der langen weißen Wolke“ nannten.
Der holländische Seefahrer Abel Tasman entdeckte Neuseeland 1642 als erster Europäer, doch erst 1769 wurde es von Kapitän James Cook für Großbritannien beansprucht und kartographisiert.

Der Vertrag von Waitangi

Der Vertrag von Waitangi gilt weithin als Gründungsdokument des Staates Neuseelands. Er wurde 1840 bei Waitangi in der „Bucht der Inseln“ von führenden Stammeshäuptlingen der Maori und Repräsentanten der britischen Krone unterzeichnet. Der Ort gehört heute zu den historischen Stätten Neuseelands. Die Vertragsunterzeichnung begann am 6. Februar, und dieser Tag entwickelte sich zum neuseeländischen Nationalfeiertag, dem 'Waitangi-Tag'.

Gesellschaft, Kultur und Religion


Gesellschaft und Kultur

Neuseeland ist ein unabhängiger Staat und ein Mitglied des British Commonwealth of Nations. Das Land besitzt keine amtliche Religion. Der Hauptanteil der aus 4 Millionen Einwohnern bestehenden multikulturellen Bevölkerung stammt von den britischen Inseln ab.  Indigene Maori machen 14 Prozent der Gesamteinwohner aus. Ortsnamen, Kunst, Architektur und Legenden spiegeln die Natur der Neuseeländer wider, ihre Herkunft und die Art, wie sie ihre Gesellschaft und Kultur formten.

Bedeutende europäische wie auch Maori-Kulturstätten sind überall im Land verstreut – in Waitangi erfährst Du beispielsweise mehr über den Vertrag, der den Verlauf der Geschichte Neuseelands für immer änderte. Überreste in Central Ohago zeugen von den Tagen des Goldrausches, der Tausende Menschen anzog, die dort ihr Glück versuchten. In Napier entdeckst Du eine einzigartige Art-Déco Architektur, die entstand, als ein sehr starkes Erdbeben 1931 die Stadt beinahe vollständig zerstörte.

Die Kultur der Maori

Die reiche und verschiedenartige Kultur der Maori zeigt sich in ihren eigenen Kunstformen: Weberei, Schnitzerei, Darstellungskunst und Moko (Tätowierung) sowie Erzählungen und Legenden. Du wirst viele Maori-Worte für Ortsnamen entdecken – Ruapehu, Rotorua und Taupo zum Beispiel. Sie mögen anfangs etwas fremdartig klingen, doch Du hast sicher den Dreh bald heraus, sie auszusprechen, oder lasse Dir bei der richtigen Aussprache einfach von einem Ortsansässigen helfen. Als Volk polynesischer Herkunft besitzen die Maori ihre eigenen Feiern, Bräuche und Gepflogenheiten, die man am besten in einem Marae (Versammlungshaus) beobachten kann. 

Kiwis und Kiwis

Der Kiwi-Vogel erhielt seinen Namen von den Maori auf Grund seiner Zwitscherlaute – kiwi, kiwi, kiwi! Der in Neuseeland beheimatete, vom Aussterben bedrohte Vogel ist flugunfähig, hat etwa die Größe eines Huhns, einen langen Schnabel und weiches Gefieder, das fast einer Behaarung gleicht. Die Neuseeländer adoptierten den Kiwi als ihren nationalen Wappenvogel, und angeblich erhielten die Bewohner Neuseelands ihren Spitznamen „Kiwi“ im ersten Weltkrieg, als der Vogel an kämpfende neuseeländische Soldaten ausgegeben wurde.

Die Kiwi-Frucht hingegen stammt aus China und wurde von Missionaren um die Jahrhundertwende nach Neuseeland gebracht.

Das Kleingedruckte
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