USA Geschichte und Gesellschaft

Frühgeschichte Amerikas
Erste Siedlungen entstanden bereits vor über 12.000 Jahren, und als die ersten Europäer Amerika erreichten, lebten dort bereits etwa 2 Millionen Ureinwohner.

Man geht davon aus, dass die ersten Europäer 985 aus Grönland nach Nordamerika kamen. Es dauerte weitere 500 Jahre, bis andere Europäer folgten – und noch einmal 100 Jahre, bis diese sich dauerhaft niederließen. Die ersten Eroberer suchten nach einem Seeweg nach Asien, während andere – hauptsächlich Briten, Holländer, Franzosen und Spanier – später kamen, um sich Ländereien in der „Neuen Welt“ zu sichern. Es waren jedoch die Briten, die Amerika kolonisierten.

Kolonialzeit

Während des 17. Jahrhunderts zogen mehr und mehr Siedler in die britischen Kolonien. Die meisten waren Engländer, aber einige kamen auch aus Holland, Deutschland, Frankreich, Schottland und Nordirland. Afrikaner wurden in die Sklaverei verkauft und erreichten das Land in Ketten. Die Beziehungen zwischen den Siedlern und den amerikanischen Ureinwohnern verschlechterten sich, als die Siedler mehr Land beanspruchten.

Der Weg in die Unabhängigkeit

Die Briten bürdeten den Kolonien unzählige Regeln auf, z. B. Steuern auf Luxusgüter wie Kaffee, Seide und Wein, und sie verboten die Einfuhr von Rum. Das Drucken von Papiergeld war in den Kolonien verboten, und sie mussten Kost und Logis für die königlichen Truppen bereitstellen. Ein weiteres Gesetz verlangte, dass für alle offiziellen Dokumente, Zeitungen, Lizenzen und Pachtverträge königliche Stempel erworben werden mussten. Die Siedler reagierten zunehmend frustriert und wütend auf die Verletzung ihrer Rechte durch die Briten.

Revolution

Die Spannungen zwischen Briten und Amerikanern eskalierten 1775, als es in Massachusetts zu Kämpfen kam, und am 4. Juli 1776 wurde die Unabhängigkeitserklärung verkündet. Seitdem wird der 4. Juli in den USA als Unabhängigkeitstag gefeiert. Die Unabhängigkeitserklärung befreite die Amerikaner jedoch nicht von ihren Kolonialherren, und die Kämpfe dauerten weitere acht Jahre an. Am 15. April 1783 wurde schließlich in Paris ein Friedensvertrag unterzeichnet, nachdem die Franzosen die Amerikaner militärisch unterstützt hatten.

Bildung einer nationalen Regierung

Nach dem Unabhängigkeitskrieg gegen die Briten wurden 1783 aus den 13 amerikanischen Kolonien die 13 Vereinigten Staaten von Amerika. Die Staaten agierten jedoch weitgehend unabhängig – bis die Verfassung in Kraft trat, die die Kolonien unter einer Regierung vereinte. Darüber hinaus wurde die Bill of Rights verfasst, die die Rechte des Einzelnen gewährleistete.
Bürgerkrieg und Wiederaufbau

Im Norden wurde die Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei immer stärker. Ebenso stark war jedoch im Süden der Glaube an die Überlegenheit der Weißen und die Entschlossenheit, den wirtschaftlichen Status Quo zu verteidigen. Als Abraham Lincoln mit seiner Anti-Sklaverei-Politik Präsident wurde, zog der Süden gegen den Norden in den Krieg. Das war im April 1861. Der Krieg endete 1865 mit der Kapitulation des Südens.
Die Meinungsverschiedenheiten und die gegenseitige Abneigung, die zum Bürgerkrieg geführt hatten, wurden durch den Krieg nicht überwunden. Die Schwarzen im Süden litten, als die Weißen die politische Macht wiedererlangten. Sie hatten ihre Freiheit, konnten sie jedoch nicht genießen, weil lokale Gesetze ihnen den Zugang zu vielen öffentlichen Einrichtungen verwehrten. Sie hatten das Wahlrecht, wurden jedoch schikaniert, wenn sie es ausüben wollten. Es dauerte weitere 100 Jahre, bis schwarze Amerikaner wirklich gleichberechtigt waren.

Zwei Weltkriege

Millionen amerikanischer Truppen waren an den zwei Weltkriegen beteiligt, allein 1,75 Millionen Truppen kämpften im Zweiten Weltkrieg gegen Deutschland. Das herausragende Ereignis des Zweiten Weltkriegs war für Amerika der Angriff der Japaner auf Pearl Harbor, Hawaii. Im Gegenschlag warfen die Amerikaner Jahre später die Atombombe über Hiroshima und Nagasaki ab. Erst später erkannte man die verheerenden Auswirkungen von Kernwaffen.
20. Jahrhundert

Mitte der 60er Jahre entsendeten die USA Truppen, um Südvietnam gegen die kommunistischen Rebellen in Nordvietnam zu verteidigen. Amerika verstrickte sich immer mehr in diesen Krieg, konnte jedoch nicht verhindern, dass der Süden 1975 zusammenbrach. Hunderttausende kamen bei diesem Krieg ums Leben. Darüber hinaus verursachte der Krieg innenpolitische Konflikte und ließ die Amerikaner gegenüber weiteren Auslandseinsätzen skeptischer werden.

In der jüngsten Geschichte spielt die Politik eine zunehmend wichtige Rolle. Die Terroranschläge auf das World Trade Center am 11. September bedeuteten nicht nur für die USA, sondern für die ganze Welt eine entscheidende Zäsur.

Gesellschaft und Kultur

Die Vereinigten Staaten sind Exportweltmeister in Sachen Kultur. Viele Länder der Welt sind dank Fernsehen, Kino, Radio, Zeitschriften und Internet mit Musik, Film, Tanz, Architektur, Literatur, Lyrik, Küche und Kunst aus Amerika vertraut. Sänger wie Michael Jackson, Madonna und Britney Spears genießen weltweite Berühmtheit, ebenso Schauspieler wie Julia Roberts, Brad Pitt und Tom Hanks und Sportgrößen wie Tiger Woods, Michael Jordan und Venus Williams.

In ihrer Anfangszeit bot die amerikanische Republik jedoch ein anderes Bild: Das Land galt als rückständig und hatte Kulturinteressierten aus Europa und Asien kaum etwas zu bieten. Heutzutage bietet fast jede größere amerikanische Stadt klassische und populäre Musik, Forschungszentren und Museen für Geschichte, Wissenschaft und Kunst, Tanzaufführungen, Musicals und Theaterstücke, Skulpturen und Architektur.

 

Religion

Die USA sind ein Schmelztiegel verschiedener ethnischer Gruppen – Europäer, Afrikaner, Asiaten, Indianer, Ureinwohner Alaskas und Hawaiis sowie Bewohner von Pazifikinseln. Dementsprechend gibt es viele verschiedene Religionen, die meisten davon christliche Konfessionen: 51,3 % Protestanten, 23,9 % Katholiken, 1,7% Mormonen, 1,6 % sonstige Christen, 1,7 % Juden, 0,7% Buddhisten, 0,6 % Moslems.



Das Kleingedruckte
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